St. Laurentius


"Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch"

Dieses bekannte Wort stammt vom heiligen Bischof Irenäus von Lyon, der eine Generation vor Laurentius lebte. Wer das leben eines Menschen fördert, der erweist sich als ein "Freund Gottes" und gibt Gott darin die Ehre. Wie das geschieht, das kann ganz unterschiedlich aussehen. Der eine kämpft um das reine Überleben, um das tägliche Brot; der andere ist so aus seiner Bahn geworfen, dass ihm die Fähigkeit zu hoffen verloren ging; der nächste sucht Nähe und Gemeinschaft, weil er alleine dasteht.
Vor 1750 Jahren erlitt ein Mann mit dem Namen Laurentius das Martyrium, weil er sich für die Armen der Stadt Rom einsetzte. Er war Diakon und stellte sich auf die Seite seines Herrn Jesus Christus und verweigerte den Gehorsam gegenüber dem Kaiser. Aber nicht nur, dass er sich als Aufgabe machte, den Armen der Stadt Rom zu dienen, sondern er wollte auch den Kaiser zum Christentum bekehren. Der Kaiser konnte sich eine solche Herausforderung nicht gefallen lassen und musste beweisen, dass er der stärkere sei. So beschließt er den Tod des Laurentius. St. LaurentiusLaurentius erleidet das Schicksal seines Herrn: Er wird wie er ein Weizenkorn. Der Heilige bleibt im Namen Gottes auf der Seite der Armen und wechselt trotz aller Drohungen und Leiden nicht über auf die Seite Kaisers.
Im Jahre 1948, vor über 60 Jahren also, entstand unsere katholische Gemeinde in der Diaspora. Zum Patron wählte sie den heiligen Laurentius. Damals war der Heilige den Menschen in unserer Stadt ein Vorbild, indem er die vielen Vertriebenen und Neu - Zugezogenen zur Solidarität aufrief. In einer Zeit, in der Männer wie Frauen, Kinder wie Alte ganz neu anfangen mussten, war er das Beispiel für gegenseitiges Helfen und Teilen. Darüber hinaus aber machte er Mut, zum katholischen Glauben zu stehen, auch wenn es sicherlich für manchen auch Anfechtungen gab.
Die katholische Gemeinde ist heute in der Stadt Löhne etabliert. Wie selbstverständlich werden Gottesdienste ökumenisch gefeiert und das christliche Leben überkonfessionell verantwortet. Heute gilt es mehr denn je, den Blick über den Tellerrand hinaus zu weiten. So gibt es in unserem Gemeindehaus jeden Werktag eine warme Mahlzeit für bedürftige Erwachsene und für Kinder der Werretalschule.
Der Heilige Laurentius ist somit auch heute ein Vorbild für Menschen
in Löhne, Gutes zu tun, indem sie Zeit und Brot teilen.
Und das alles "zur Ehre Gottes!"

Ihr Manfred Pollmeier, Pfarrer

 

 

 
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